Dort wo am rechten Passerufer kunstvoll arrangierte Blumenbeete und mediterrane Palmen in die Höhe ragen, zwischen wilden Wassern auf der einen und historischen Bauten auf der anderen Seite, dort erstreckt sich die Meraner Kurpromenade.
Einst trug sie den Namen Giselapromenade, nach Erzherzogin Gisela, der Tochter von Kaiserin Sissi, doch mit dem Bau des Meraner Kurhauses im Jahre 1874 erhielt sie ihren heutigen Namen. Damals wie heute verläuft die Promenade von der Theaterbrücke bis zur Postbrücke und ist ein allseits beliebtes Plätzchen. Cafés und Eisdielen zieren die Promenade, Kinderspielplätze und wunderschöne Blumen. Und im Winter stehen hier die kleinen Holzhütten des Meraner Weihnachtsmarktes und ein Zug bringt Jung und Alt von einem Ende der Kurpromenade zum anderen.
Doch die Kurpromenade ist nicht die einzige Promenade Merans. Wendet man sich von der Theaterbrücke gegen Süden, gelangt man zur einstigen Stefaniepromenade, welche - naturbelassener und etwas schlichter - bis zur Eisenbahnbrücke und somit in die Nähe des Meraner Lidos, dem städtischen Freibad, reicht.
Aber auch am andere Ende der Kurpromenade darf Mann und Frau noch ein Stückchen weiter flanieren. Hier beginnt die sonnige und windgeschützte Winterpromenade. Unter ihren historischen Schätzen ist auch die vor allem in den Wintermonaten beliebte Wandelhalle, ein Geschenk von Dr. Franz Tappeiner aus dem Jahr 1889. Hier finden sich neben großformatigen Bildern auch die Ehrentafeln und Büsten jener Männer, die sich um den Kurort besondere Verdienste erworben haben.
Umgeben von hochragenden Bäumen ist hingegen die schattige Sommerpromenade auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Mammutbäume, Pappeln und Libanonzedern versprechen Erfrischung und Erholung in warmen Sommermonaten und eine kleine Sissi-Statue erinnert noch heute an die zahlreichen Besuche des österreichischen Kaisergeschlechts.
Von der Winterpromenade führt tief in die Passerschlucht hinein die Gilfpromenade. An ihrem Ende, direkt unterhalb der Zenoburg, kann man von einer kleinen Terrasse aus den tosenden Wassermassen zuschauen. Wenige Schritte reichen, um den eher steilen Weg zum Pulverturm zu erreichen. Oben angelangt gibt es einen herrlichen Ausblick über Meran und das Etschtal. Hier beginnt der Tappeinerweg, eine der schönsten Höhenpromenaden Europas, die Sie bis ins benachbarte Dörfchen Algund geleitet.