Urlärchen
Auf 1425 m über dem Meer stehen drei sehr alte Lärchen am Rande eines Bannwaldes.
Sie stehen relativ hoch oben und sie sind sehr alt. Die Urlärchen von St. Gertraud im Ultental sind ein Phänomen, das man nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Im Jahre 1930 stürzte eine der damals vier Lärchen um und soll mehr als 2000 Jahresringe aufgewiesen haben.
Andere Schriften behaupten, das sei übertrieben, doch auf jeden Fall hätten die Bäume 850 Jahre auf dem Buckel. Die drei Bäume, die noch stehen, sind auch mit letzterem Ergebnis die ältesten Nadelbäume Europas. Man kennt ihnen ihr Alter an und die Strapazen, die sie mitmachen mussten, zeichnen sich auf Oberfläche und Wipfeln ab.
Der einzige ganze Wipfel maß eine Höhe von 36,5 Metern, ist aber infolge eines Blitzeinschlages verdorrt. Der Stammumfang des entsprechenden Baumes beträgt 7 m. Einer der Bäume misst mit 8,34 m den größten Umfang, er ist 34,5 m hoch und auch sein Wipfel musste den Naturgewalten weichen. Die dritte Lärche besitzt eine große Stammhöhle und barst bereits vor Generationen auf 6 Metern Höhe. Der Wipfel ragt nun in Form eines Nebenastes in den Himmel. Das wenige Grün an diesem Baum behauptet sich jedes Jahr aufs Neue und scheint dies auch weiterhin tun zu wollen.
Die drei Urlärchen in Ulten sind Unterschlupf für vielerlei Pflanzen und Getier, auch Fledermäuse finden hier ihren sicheren Platz. Darum nennen sie die Ultner Bewohner auch „Fledermauslarch“.
Sie wurden übrigens zum Unesco Weltnaturerbe ernannt und sind seit 1979 unter Schutz gestellt, seit 2002 gibt es eigene Wege zum Besten für Bäume und Menschen. Lehrtafeln, die über die Details berichten, ergänzen den interessanten Spaziergang.

