Zenoburg
Die Zenoburg liegt am Eingang des Passeiertales an exponierter Stelle.
Der Felsen, auch Zenoberg genannt, auf dem die Zenoburg steht, liegt an einem strategisch wichtigen Ort. Schon die Römer errichteten hier einen Stützpunkt zur Kontrolle der Handelswege. An dieser Stelle lag in der Spätantike und im Frühmittelalter das Castrum majense, der ursprüngliche Stadtkern von Meran. Im Mittelalter erbaute man – St. Zeno zu Ehren – eine Kapelle, die lange ein Wallfahrtsort war. Als zur Jahrtausendwende die religiöse Bedeutung der Kapelle kleiner wurde, verfiel das Gebäude zusehends.
Im 13. Jahrhundert wurde die Befestigungsanlage unter Meinhard II. gebaut. Er nutzte sie als Sitz seiner Regierung. Als Schloss Tirol im Jahre 1301 einem Brand zum Opfer fiel, wurde der Sitz der Grafen von Tirol in die Zenoburg verlegt. 1347 zerstörte der Luxemburger Karl IV. die Burg, die ab diesem Datum nicht mehr erneuert wurde. Im Jahre 1800 übernahm Leopold von Braitenberg die Anlage. Er und seine Nachfahren sorgten für die Konsolidierung und Sicherung der Zenoburg.
Sie bleibt nun in ihrem Bestand erhalten, kann jedoch nicht besichtigt werden.

