Schloss Labers
Schloss Labers in Meran wurde im 11. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt.
Links oberhalb von Schloss Rametz liegt ein zweistöckiger, schlossartiger Bau mit zwei Ecktürmen. Ehemals war dies ein Hof, der den Namen seiner Bewohner – Laubers – trug. 1185 wurde dieser Hof zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Bereits zuvor, zwischen 1077 und 1082 soll in dem Gebäude ein Mann namens Ulrich von Laubers gewohnt haben.
Nach dem Geschlecht der Laubers übernahm ein Herr Christian von Angerheim den Hof. Sein Sohn war Heinrich Marschall von Tirol.
Im Jahre 1429 kaufte ein Jakob Auer das Schloss, um 1452 besitzen die Gebrüder Baumkircher die Anlage und nach ihnen viele andere Familien.
Im Jahre1891 war ein Däne mit Namen Adolf Neubert Herr im Haus und baute Schloss Labers zu einer Pension um. Dabei ging die Grundstruktur des Schlosses verloren, nur noch einzelne Reste der charakteristischen Merkmale sind an manchen Ecken zu erkennen. Alte Steinlagen im Keller und die Kapelle sind die einzigen Zeugen aus vergangenen Zeiten.
Auf Schloss Labers wurde in der Zeit des zweiten Weltkrieges eine Geldfälscherzentrale für das Dritte Reich eingerichtet. Hier wurden falsche Pfund Sterling und Dollar hergestellt, um Spionagezwecken unter Admiral Canaris zu dienen. Es war eine der größten Geldfälscheraktionen der Geschichte. Die Geschichte des Albaners Elyesa Bazna, der unter dem Decknamen Cicero als Spion arbeitete, ist allgemein bekannt. Er wurde mit Unmengen von Falschgeld belohnt, was er erst Jahre nach Kriegsende entdeckte. Banker bezeichneten die Blüten als “gefährlichste Fälschung aller Zeiten”.
Nach dem Weltkrieg wurde Schloss Labers wieder zum Hotel umfunktioniert.

