Sie liegt auf 373 m Höhe und ist leider dem Verfall ausgeliefert. Ehemals wurde sie in drei Baueinheiten erstellt: Das Stall- und Wirtschaftsgebäude im Norden, das Wohnhaus mit dem Burgeingang und auf dem höchsten Punkt der Anhöhe der frei stehende Bergfried, der jedoch heute eingestürzt ist.
Im Jahre 1179 baute ein Herr Heinrich Brandiser zum Turm noch die Schlossanlage dazu. Laut Schriften, erhielt im Jahre 1236 ein Herr Pranthoch Brandiser von seinen drei Brüdern das alleinige Nutzungsrecht der Burg und erbaute einen Wehrturm, der jedoch wesentlich jünger als die ursprüngliche Anlage ist.
Um 1500 wurde die Kapelle erbaut, die dann erst im 17. Jahrhundert ihren endgültigen Zustand erreichte. Auch andere Zubauten wurden in dieser Zeit errichtet.
Ein Bericht bezeugt im Jahre 1807 einen Einsturz des bereits zerklüfteten Turmes, bei dem die Frau des Schlossverwalters, Frau Anna von Rutter zu Tode kam. Dieses Ereignis führte zum Entschluss des Grafen, eine neue Burganlage auf einem nahen Hügel zu errichten.
Laut Sagen soll bei dem Einsturz auch eine wertvolle Waffensammlung verschüttet worden sein. Recherchen ergaben, dass tatsächlich Reste von Rüstungen im Schutt zu finden sind.
Bis zum Jahre 1807 wurde die Burg bewohnt, danach wurde sie dem verfall presugegeben. Palas und Burgkapelle sind zum Teil noch erhalten.
Burg Brandis darf nur mit Erlaubnis des Besitzers besichtigt werden.